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(Stand: April 2003)
Vorkoloniale Periode:
Partielle Besiedlung bereits in dem 6. Jahrhundert v. Chr. Später Entstehung größerer islamischer Staaten: am Tschadsee; Baguirmi; Logone-Stadtstaaten; Sultanat Ouaddaï.
Erste genauere Kenntnisse der Region durch die Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts: Hornemann 1800; Denham 1823; Barth, Overweg 1850; Vogel, Nachtigal 1855.
Koloniale Periode:
1900:
Frankreich errichtet das Militärterritorium der Länder und Protektorate des Tschad
1908
Frankreich schafft das Verwaltungsgebiet Französisch-Äquatorialafrika, darin die Kolonie Tschad
Zwischen den Weltkriegen erhält die Kolonie Tschad ihre heutigen Grenzen
1934
Die Grenzziehung in dem Norden zur italienischen Kolonie Libyen wird von Italien nicht ratifiziert; Grundlage des späteren Aouzou-Konflikts
1958
1. Verfassung des Tschad: Territoriale Versammlung billigt den autonomen Status des Landes als Mitglied der Communauté Française
11.08.1960
Unabhängigkeit des Landes; Ngarte Tombalbaye (aus dem Süden) erster Präsident. Nord-Süd-Gegensatz dominiert Innenpolitik (Nordisten: islamisch-arabisch-berberische Stämme; Sudisten: schwarzafrikanisch-christlich-animistische Stämme).
1966
Gründung von (muslimischer) FROLINAT gegen christlich-sudistische Dominanz; Beginn des Bürgerkrieges.
1969
Intervention Frankreichs auf Seiten Tombalbayes; Libyen, Algerien, Sudan unterstützen FROLINAT
1973
Libyen besetzt den Aouzou-Streifen
1975
General Malloum stürzt Tombalbaye, wird Präsident; Hissein Habré Premierminister
1976
Bruch zwischen Gaddhafi und Habré; Weddeye kämpft mit Gaddhafi gegen Zentralregierung
1979
Frontwechsel Habrés zu Weddeye; Eroberung N’Djamenas; "Gouvernement d’Union Nationale de Transition" unter Weddeye
1980
Bruch zwischen Habré und Weddeye ("2. Schlacht um N’Djamena"); Libyen greift auf Bitte Weddeyes ein; Gaddhafi zieht auf französischen Druck seine Truppen zurück; Habré kann mit ägyptischer, sudanesischer und amerikanischer Hilfe Weddeye verdrängen.
1982
Eroberung N’Djamenas durch Habré; Beginn der sog. 2. Republik (1982-1990); Periode schwerster Menschenrechtsverletzungen
1983
De-facto-Zweiteilung des Tschad am 16. Breitengrad. Libysche Militärpräsenz in dem Norden, insbes. Aouzou-Streifen
1986-87
Offensive der tschadischen Regierungstruppen; französische Militäroperation "Epervier"; die libyschen Truppen werden, bis auf Aouzou-Streifen, aus allen Stützpunkten verdrängt.
1989
Vertrag von Algier über die friedliche Regelung des Aouzou- Grenzkonflikts
1990
Aouzou-Konflikt vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag; Sturz Habrés durch die bewaffnete Opposition des "Mouvement Patriotique du Salut" (Idriss Déby); Déby nimmt N’Djamena ein; Habré flieht.
1993
Nationalkonferenz verabschiedet Übergangsverfassung, Übergangsparlament und -regierung
1994
IGH spricht Tschad den Aouzou-Streifen wieder zu.
Dezember 1994/Januar 1995
Wählerregistrierung; Durchführung und Ergebnisse werden beanstandet und vom Obersten Gerichtshof annulliert. Der bestehende Wahlkalender wird wieder obsolet, die Transitionsphase um ein weiteres Jahr bis zu dem 08.04.1996 verlängert
1996
Verfassungsreferendum; neue Verfassung tritt in Kraft
03.07.1996
Stichwahl Déby/ Kamougué
14.07.1996
Feststellung des offiziellen Endergebnisses durch die Cour d’Appel: Déby 69%; Kamougue 31%
Anfang 1997
Parlamentswahlen
Endergebnis: MPS 66 Sitze, URD (29), UNDR (14), UDR (4), RDP und PLD (je 3), AND (2) und UNRT, CNDS, FAR, ACTUS (je 1)
Ende 1998
Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen um Youssouf Togoimi (Tibesti-Konflikt)-
Oktober 2000
Baubeginn für Pipeline-Projekt zur Erschließung der Erdölfelder in Doba
Mai 2001
Wiederwahl Präsident Déby
Dezember 2001
Friedensabkommen der Regierung mit den Rebellen in dem Tibesti
(Quelle: Auswärtiges Amt)
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